Exil als Suche. Figuren des Transits in Anna Gmeyners "Café du Dôme" und Irmgard Keuns "Kind aller Länder"

L. Perrone Capano
2018

978-3-7329-0377-1
Im Jahr 1941 veröffentlicht die österreichische Schriftstellerin Anna Gmeyner ihren zweiten Exilroman unter dem Titel Café du Dôme, der den Alltag der Exilanten im Paris der dreißiger Jahre beschreibt, in einem Geflecht von Geschichten, deren Kern das Café bildet, wo sich die Exilanten treffen und Zuflucht finden. In Irmgard Keuns Roman Kind aller Länder (1938) erscheint das Exil als permanenter Lebenszustand. Transit-Räume werden entscheidend für die Subjektivitätsentwürfe der Frauengestalten in den Romanen und Transit wird zur Lebensweise, der ein Moment des Widerstands gegen starre Identitätszuschreibungenbeigemessen wird. Das Leben im Exil – wie Said sagt – ist nomadisch, dezentriert, kontrapunktisch, es lässt keine Anpassungen zu, denn es erzeugt ständig Fluchtpunkte und Orientierungslosigkeiten. Andererseits ermöglicht dieser Zustand auch eine andere Sichtweise als Folge der Entwurzelung, ein produktives transitorisches Denken und Sprechen.
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Utilizza questo identificativo per citare o creare un link a questo documento: https://hdl.handle.net/11386/4707368
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